Hilfsmittel

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Rauchstopp ohne Pflaster, Spray und Kaugummi – kann das wirklich funktionieren?

Es gibt Fragen, die klingen sachlich und tragen doch eine ganze Welt von Zweifel in sich. Eine davon ist diese: Geht Rauchen aufhören überhaupt ohne Hilfsmittel?

Gemeint sind dann meistens Nikotinpflaster, Kaugummis, Sprays, Lutschtabletten oder andere Produkte, die den Ausstieg erleichtern sollen. Für viele Raucher scheint logisch zu sein: Wenn man mit dem Rauchen aufhören will, braucht man erst einmal einen Ersatz. Etwas zum Füllen der entstehenden Leere, etwas, das den Übergang freundlicher macht und das hilft, stark genug zu sein.

Das klingt vordergründig vernünftig. Bei genauerer Betrachtung ist die eigentliche Frage dahinter allerdings nicht „ob“ man ohne Hilfsmittel aufhören kann, sondern, bei was genau da eigentlich geholfen werden soll?

Warum Hilfsmittel so beruhigend wirken

Hilfsmittel haben nicht nur eine praktische, sondern auch eine psychologische Funktion. Sie vermitteln das Gefühl, dem Rauchstopp nicht schutzlos ausgeliefert zu sein und wirken wie eine Art Sicherheitsnetz. Nicht mehr rauchen zu dürfen und trotzdem noch etwas „in der Hand zu haben“, kann sich beruhigend anfühlen.

Dieser Wunsch nach Beruhigung ist verständlich. Denn die meisten Raucher fürchten nicht nur den Nikotinentzug. Sie fürchten vor allem das Gefühl, plötzlich ohne Stütze dazustehen. Ohne ihr Ritual, ihre Gewohnheit und ohne den kleinen Helfer in allen Lebenslagen, der bisher in Stressmomenten, Pausen oder bei jeglicher Unsicherheit sofort verfügbar war.

In diesem Sinn sind Hilfsmittel oft mehr als bloße Produkte. Sie sind symbolische Krücken, die signalisieren: Du musst nicht sofort ganz allein zurechtkommen. Hier ist noch eine Stütze, an der du dich festhalten kannst.

Leider trägt dieses Versprechen nicht zur Lösung des Grundproblems, nämlich der Abhängigkeit vom Nikotin bei, die man ja eigentlich loswerden möchte.  

Der Unterschied zwischen Ersatz und Befreiung

Hilfsmittel-Vergleichsgrafik

Ein Hilfsmittel kann möglicherweise einen Übergang erleichtern. Es kann bestimmte Symptome mindern, vor allem aber kann es hilfreich das Gefühl geben, nicht völlig allein zu sein bei etwas, das man als Verlust fürchtet.

Doch Befreiung ist etwas grundlegend anderes als Ersatz.

Wer Nikotin weiterhin zuführt, wenn auch in anderer Form, hat das Thema Abhängigkeit damit nicht automatisch hinter sich gelassen. Die Verpackung hat sich geändert. Das Ritual vielleicht auch. Aber die eigentliche Bindung zum Suchtstoff im Hintergrund bleibt weiterbestehen.

Deshalb heißt es genau zu unterscheiden: Geht es gerade lediglich um das Ablegen der Zigarette? Oder geht es wirklich um den Ausstieg aus der inneren Abhängigkeit?

Warum manche Menschen Hilfsmittel brauchen wollen

Eigentlich steckt hinter dem Wunsch nach Pflaster, Spray oder Kaugummi ein sehr menschlicher Gedanke: Ich traue mir nicht ganz zu, es ohne zu schaffen.

Das ist kein alberner Gedanke. Es ist nur ehrlich, wenn jemand überzeugt davon ist, nur mit Hilfsmitteln stark genug zu sein, sein Leben bewältigen oder auch genießen zu können.

Die Botschaft im Hintergrund lautet: Ohne Unterstützung bin ich dem Ganzen nicht gewachsen. Ich brauche etwas, das mich trägt. Bisher war es die Zigarette. Ohne sie brauche ich einen Puffer zwischen mir und dem Verlangen.

Man könnte auch sagen, dass das Hilfsmittel nicht nur den Ausstieg aus dem Rauchen begleiten soll, sondern dass sie auch das Vertrauen in die eigene Kraft stützen soll.

Die eigentliche Lösung liegt jedoch gar nicht darin, etwas zwischen sich und die Zigarette zu schieben. Es geht darum, die Zigarette und ihre vermeintliche Macht überhaupt neu zu verstehen.

Ohne Hilfsmittel heißt nicht ohne Unterstützung

Die Vorstellung, ohne Pflaster, Spray oder Kaugummi mit dem Rauchen aufzuhören, wird schnell mit einem harten, fast heroischen Kampf gleichgesetzt. Zähne zusammenbeißen, Nerven aus Stahl, drei Wochen schlechte Laune oder am besten im Koma verbringen, sodass nach dem Aufwachen der körperliche Übergang erledigt ist.

Abgesehen davon, dass eine solche Idee nicht gerade einladend ist, enthält sie einen irreführenden Gedankenansatz. Ohne Hilfsmittel muss nämlich nicht heißen, den Rauchstopp ohne Verständnis, ohne Orientierung und ohne Begleitung anzugehen. Es kann im Gegenteil bedeuten, sich sehr gut vorzubereiten — körperlich, mental und endlich einmal mit einem unverstellten Blick auf die Zigarette.

Ohne Nikotinersatz auszusteigen und dabei trotzdem hervorragend begleitet zu sein ist möglich und vor allem auch ratsam. Durch eine klare Einordnung dessen, was im Körper und im Kopf beim Ausstieg aus der Nikotinabhängigkeit geschieht. Durch Veränderung der inneren Haltung und vor allem mit einer klugen Nachsorge.

Das ist tragfähiger als jedes Präparat aus der Apotheke.

Hilfsmittel-Piktogramm

Die Zigarette verliert ihre Macht, wenn ihr Image bröckelt

Solange ein Raucher glaubt, die Zigarette sei Entspannung, Trost, Pause, Belohnung, Freundin oder Rettungsring, wird der Rauchstopp zwangsläufig wie ein bedrohlicher Verlust wirken. Dann braucht es aus dieser Sicht fast logisch irgendeinen Ersatz. Denn niemand würde ja etwas Wertvolles einfach ersatzlos hergeben.

Wenn sich aber die Sicht verändert, wenn klarer wird, dass die Zigarette nicht beruhigt, sondern die innere Unruhe erst erzeugt. Dass sie nicht stärkt, sondern stresst, nicht entlastet, sondern einen Kreislauf von Verlangen und vorübergehender Linderung aufrechterhält, dann verändert sich die ganze Ausgangslage.

Dann verliert der vermeintliche Helfer etwas von seiner Aura. Er ist nicht mehr die letzte Bastion gegen den Wahnsinn des Alltags, sondern produziert etwas durch und durch Unsinniges: die Linderung eines Problems, das es ohne das Linderungs-Mittel gar nicht gäbe

Wer also erkennt, dass er sich nicht von einer großen Liebe trennt, sondern von einer hartnäckigen Täuschung, braucht dafür plötzlich gar keine Kompensation mehr.

Das Problem ist nicht das Nikotin allein

Natürlich spielt Nikotin eine Rolle. Es wäre falsch, so zu tun, als ginge es nur um gute Gedanken und motivierende Bilder im Kopf. Aber das Rauchen besteht eben nicht nur aus der körperlichen Abhängigkeit. Es hat ein ganzes Bündel aus Ritualen, Gewohnheit, Selbstbild, Tagesstruktur, inneren Verknüpfungen und erlernten Reaktionen auf Gefühle im Gepäck. Das ist die mentale Abhängigkeit

Wer also glaubt, mit der richtigen Dosis Nikotinersatz sei das Problem im Wesentlichen erledigt, unterschätzt diese andere Ebene. In der Situation befinden sich die Ex-Raucher, die zwar nicht mehr physisch rauchen, deren Gedanken innerlich aber noch stark um die Zigarette kreisen. Dann hat sich zwar das äußere Verhalten verändert, aber die Bedeutung des Themas ist noch vorhanden – und kann die Willensstärke über kurz oder lang mürbe machen. Die Bedeutung, die der Zigarette beigemessen wird, ist der eigentliche Hebel.

Wann Hilfsmittel problematisch werden können

Nicht jeder, der ein Pflaster nutzt, muss automatisch damit scheitern. Es kann nur fatalerweise ungewollt die Botschaft verstärken, dass man es ohne das Hilfsmittel aus eigener Kraft nicht schaffen würde. Dass es einer chemischen Absicherung des Schritts ins Nichtraucherleben bedarf. Damit wird der Zigarette eine Macht zugesprochen, die sie gar nicht verdient und die ohnehin schon zu stark im Raum steht. Mit dieser inneren Erzählung bleibt der Rauchstopp zwangsläufig von vornherein ein fast hoffnungsloses Unterfangen. Statt Vertrauen aufzubauen wird das Misstrauen in die eigenen Fähigkeiten verstärkt.

Es geht also weniger um die moralische Bewertung von Hilfsmitteln als um die Frage: Welche Geschichte erzähle ich mir damit über mich selbst und über die Zigarette?

Warum eine klare Einschätzung stärker ist als ein Ersatzprodukt

Hilfsmittel-Mini-Tabelle

Wer versteht, was die Zigarette im eigenen Leben wirklich war, hat eine massiv stabilere Ausgangsposition als jemand, der nur versucht, den bevorstehenden „Mangel“ irgendwie zu überstehen. Die Aussicht, sich nicht länger täuschen lassen zu müssen macht den Unterschied.

Verzicht strengt an, während Klarheit entlastet. Ebenso wie ein Kampf erschöpft, ein neuer Blick aber befreit.

Das heißt noch nicht, dass jeder Rauchstopp ohne unangenehme Momente abläuft. Aber es bedeutet, dass der ganze innere Ton sich verändert. Und genau das ist der Punkt, an dem Raucher merken: Vielleicht brauche ich nicht noch ein weiteres Mittel, um mein Leben bewältigen zu können. Vielleicht brauche ich vor allem einen anderen Ausgangspunkt.

Es gibt auch ideelle Hilfsmittel

Diese Botschaft kann nicht oft genug wiederholt werden: Ein Rauchstopp ohne Pflaster, Spray oder Kaugummi bedeutet nicht, sich einfach ins kalte Wasser zu werfen und hoffen zu müssen, dass man nicht untergeht. Es kann im Gegenteil heißen, die Dinge ernst genug zu nehmen, um sich sinnvoll vorzubereiten.

Das passiert, wenn man den Körper vorab stärkt. Indem man die typischen Denkfehler entlarvt und sich alte Verknüpfungen bewusst macht. Das beinhaltet auch eine gute Nachsorge, die die ersten Tage gut einzuordnen hilft. Und es bedeutet vor allem nicht mit der Haltung hineinzulaufen, man müsse gegen ein kostbares Gut kämpfen.

Diese Art von Unterstützung wird oft unterschätzt, weil sie nicht in einer Blisterpackung steckt. Dabei hat sie sich in den meisten Fällen als nachhaltiger erwiesen.

Die eigentliche Frage lautet: Wovon will ich frei werden?

Von der Zigarette?
Vom Nikotin?
Von der Gewohnheit?
Von der inneren Fremdbestimmung?
Vom täglichen Verlangen?
Von dem Gedanken, nicht stark genug zu sein?

Je nachdem, wie man diese Frage beantwortet, verändert sich auch der Blick auf die so genannten Hilfsmittel.

Wer wirklich aus der Abhängigkeit, aus dem inneren Kreislauf und aus der täglichen psychischen Bindung herauswill, wird tiefer hinschauen müssen. Denn Freiheit ist mehr als ein Produktwechsel.

Kann es also ohne Hilfsmittel funktionieren?

Ja. Für viele Menschen kann es das. Nicht weil sie heldenhafter wären. Nicht weil sie eiserner durchhalten können. Sondern weil es möglich ist, das Thema an seiner Wurzel anders zu verstehen und das Verständnis in eine gute  Vorbereitung zu stecken.

Nicht jeder braucht dabei dasselbe. Das wäre eine unkluge Vereinfachung. Aber die Annahme, ein Rauchstopp sei ohne Ersatzprodukte zwangsläufig qualvoll oder sogar aussichtslos, ist schlicht falsch.

Fazit

Rauchstopp ohne Pflaster, Spray und Kaugummi kann funktionieren — und zwar nicht trotz fehlender Hilfsmittel, sondern gerade deshalb gut, weil der Blick nicht auf den Ersatz, sondern auf echte Klärung gerichtet wird.

Hilfsmittel scheinen in manchen Fällen oberflächlich zu entlasten. Aber sie sind nicht automatisch die eigentliche Lösung. Denn die tiefere Frage lautet nicht nur, wie man die Zigarette wegbekommt, sondern wie ihre innere Bedeutung kleiner wird.

Wer sich gut vorbereitet, Zusammenhänge versteht und die Zigarette nicht länger für eine Hilfe hält, braucht keinen Ersatz mehr. Er gewinnt die Erfahrung, dass Freiheit nicht durch ein neues Mittel beginnt, sondern durch eine neue Perspektive.

Zum Weiterlesen

Wenn du dich fragst, ob ein Rauchstopp überhaupt ohne Pflaster, Spray, Kaugummi und ähnliche Ersatzlösungen funktionieren kann, dann führt der nächste Beitrag genau an diesen Punkt:

Rauchstopp ohne Pflaster, Spray und Kaugummi – kann das wirklich funktionieren?

Passend zu diesem Thema

Wer den Rauchstopp ohne Druck und ohne Ersatzlogik, aber mit guter Vorbereitung angehen möchte, findet in meinem Buch „Bevor du aufhörst… 5 Dinge, die du vor dem Rauchstopp wissen (und tun) solltest“ eine fundierte Orientierung.

Und für die Zeit nach dem Ausstieg begleitet „Aufgehört – und jetzt?“ die körperliche und mentale Umstellung Schritt für Schritt.

Regina Hildebrandt

Regina Hildebrandt

Präventologin / Coachin / Autorin

Von der ausgebildeten Journalistin über die geprüfte Präventologin bis hin zur Coachin und Autorin lief aus heutiger Sicht alles geradezu zwangsläufig auf meine jetzige Tätigkeit hinaus. Wie ein roter Faden zog sich dabei das Thema Gesundheit sowohl beruflich als auch privat durch meinen Werdegang zum heutigen Status als Expertin für Rauchentwöhnung.

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„Ich habe Angst, es nicht zu schaffen“

„Ich habe Angst, es nicht zu schaffen“

Skepsis

„Ich habe Angst, es nicht zu schaffen“

Viele Raucher kennen diesen Satz

Es gibt Sätze, die sagen mehr über einen Menschen aus, als er in diesem Moment selbst ahnt. „Ich habe Angst, es nicht zu schaffen“ ist so ein Satz.

Er klingt zunächst schlicht, ist kein dramatisches Bekenntnis. Und doch steckt in ihm oft eine lange innere Geschichte. Frühere Fehlversuche mit Enttäuschung, Selbstzweifeln und Scham. Vielleicht auch Trotz. Vor allem aber steckt in ihm die Sorge, am Ende wieder sich selbst eingestehen zu müssen: Ich wollte es, aber ich konnte wieder nicht.

Viele Raucher kennen diesen Satz. Manche sprechen ihn laut aus. Andere tragen ihn eher still in sich herum, während sie nach außen gelassen wirken. Wieder andere tarnen ihn pragmatisch als Vernunft und sagen dann Dinge wie: „Im Moment ist einfach nicht der richtige Zeitpunkt.“ Oder: „Ich habe gerade zu viel Stress.“ Oder: „Später vielleicht, aber jetzt bin ich noch nicht soweit.“

Auch so kann sich Angst ausdrücken, nur in höflicher Umschreibung zu eigenen Beschwichtigung.

Die Angst vor dem Rauchstopp ist selten nur Angst vor Nikotinentzug

Wer glaubt, beim Rauchstopp gehe es nur darum, eine Substanz wegzulassen, unterschätzt das Thema. Die Angst, es nicht zu schaffen, meint nicht die Zigarette selbst. Sie richtet sich auf das, was man mit ihr innerlich verbunden hat.

Raucher fürchten alle Situationen, in denen die Zigarette stets präsent war: Nervosität,
Langeweile, schlechte Laune, Stress, die Kaffeepause, Geselligkeit und vieles mehr.
Sie scheuen also nicht bloß den Verzicht, sondern den Verlust einer Gewohnheit, die jahrelang selbstverständlich war.

Mutige stellen sich vielleicht auch die Frage: Wer bin ich eigentlich ohne dieses Ritual? Das reicht tiefer, als viele gern zugeben würden. Aber genau deshalb ist die Angst vor dem Aufhören so hartnäckig. Sie wirkt nicht wie ein einzelner Gedanke, sondern wie eine diffuse Ahnung: Ohne Zigarette könnte etwas aus dem Gleichgewicht geraten, das bisher nur mit ihrer Hilfe zusammengehalten wurde.

Kein Wunder, wenn jemand zögert, auf genau dieses Hilfsmittel zu verzichten.

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Frühere Fehlversuche hinterlassen Spuren

Für die Angst vor dem Scheitern, hat fast jeder Raucher aus seiner Sicht gute Gründe. Vielleicht gab es schon mehrere Anläufe. Einmal drei Tage. Einmal zwei Wochen. Einmal einen ganzen Monat. Mit viel Disziplin, großer Anstrengung und am Ende doch wieder dem Griff zur Zigarette.

Solche Erfahrungen bleiben nicht folgenlos. Sie prägen sich ein und werden über die Erinnerung hinaus sogar zu einem Urteil über die eigene Person. So entstehen die bekannten negativen Glaubenssätze:

„Ich bin wohl nicht konsequent genug.“
„Andere schaffen das, nur ich offenbar nicht.“
„Vielleicht bin ich einfach zu abhängig.“
„Mir fehlt eben die Stärke.“

Das Fatale daran ist, dass so aus einer Erfahrung eine Identität wird. Aus „Es hat damals nicht funktioniert“ wird „Ich bin jemand, der es nicht schafft“.

Dabei steckt in gescheiterten Versuchen nicht automatisch mangelnde Stärke. Sie belegen vielmehr, dass der Rauchstopp unter Bedingungen angegangen wurde, die innerlich noch nicht tragfähig waren. Oft mit zu viel äußerem Druck, meistens mit zu viel Verzichtsgefühl, immer aber mit zu wenig Verständnis für die eigentliche Abhängigkeit. Es hätte mehr Vorbereitung und besserer Einordnung dessen bedurft, was da körperlich und mental gerade passiert.

Schlimmer als das Scheitern selbst

Interessanterweise leiden viele Raucher nicht nur unter dem Rauchen, sondern auch unter der dauernden Vorstellung, aufhören zu sollen und es vielleicht nicht zu schaffen. Das Thema ist dann ein zwar stiller, aber allgegenwärtige Begleiter im Alltag.

Da mahnt zum einen das Wissen: Eigentlich müsste ich aufhören.
Zum anderen flüstert die Hoffnung: Eigentlich würde ich ja gern.
Und dann meldet sich die Furcht: Aber was, wenn ich wieder scheitere?

Diese Mischung der Emotionen kann zermürbend sein. Denn sie erzeugt einen dauerhaften inneren Konflikt. Man will frei sein, fürchtet aber den Weg dorthin. Man möchte sich selbst wieder vertrauen können, traut der eigenen Kraft aber nicht. Und je länger dieser Zustand anhält, desto eher beginnt ein Mensch, sich vor dem Versuch selbst zu drücken – nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Selbstschutz.

Denn wer gar nicht erst anfängt, kann auch nicht scheitern. So denkt nicht die Freiheit. So denkt die Angst.

Warum Selbstzweifel so überzeugend wirken

Skepsis-Piktogramm

Selbstzweifel haben ein bemerkenswertes Talent: Sie klingen oft vernünftig. Sie sprechen leise, sachlich und mit dem Hinweis auf langjährige Erfahrung. Sie sagen nicht: „Ich möchte mich gern klein halten.“ Sie sagen eher:

„Sei realistisch.“
„Du kennst dich doch.“
„Mach dir nichts vor.“
„Es wäre schön, aber wahrscheinlich klappt es wieder nicht.“

Das Problem ist nicht nur, dass diese Sätze entmutigen. Schlimmer ist es, dass sie sich glaubwürdig anfühlen, gerade wenn jemand schon unangenehme Erfahrungen hinter sich hat.

Doch Beispiele aus der Vergangenheit liefern noch lange keine Handlungsanleitung für das Jetzt. Ein alter Denkfehler kann halt eine sehr vertraute Stimme haben.

Viele Raucher geben ihrer Angst das Etikett nüchterne Selbsterkenntnis. In Wahrheit schauen sie aber dabei nur durch die Brille früherer Enttäuschung auf eine Situation, die heute ganz anders angegangen werden könnte.

Verständnis schlägt Stärke

Kommen wir zu einem der häufigsten Gedankenmustern von Rauchern: Sie glauben, sie müssten für den Rauchstopp vor allem härter werden, also disziplinierter, durchhaltefähiger. Als bräuchten sie mehr innere Strenge, um endlich gegen sich selbst gewinnen zu können.

Genau dieses Bild ist das Problem. Denn wenn ein Mensch glaubt, gegen eine willkommene Hilfe, gegen einen Trostspender oder gegen seinen einzigen Stressausgleich kämpfen zu müssen, dann wird er einen Rauchstopp fast zwangsläufig innerlich ablehnen. Dann fühlt er einen Kampf im eigenen Inneren auf sich zukommen. Und Kämpfe kosten enorm viel Kraft.

Sehr viel hilfreicher ist ein anderer Ansatz: nicht härter werden, sondern klarer sehen.

Sobald sich die Sicht auf die Zigarette verändert, wenn sie nicht mehr als Freundin, Pause oder Stütze erscheint, sondern als Teil eines Systems, das Unruhe, Abhängigkeit und tägliche Fremdbestimmung erzeugt, verändert sich auch der ganze Charakter des Rauchstopps. Dann geht es nicht mehr darum, sich etwas Wertvolles brutal wegzunehmen. Dann geht es darum, einen Irrtum zu durchschauen.

Diese Sichtweise nimmt der Angst einen großen Teil ihrer Autorität.

Das Selbstbild der Raucher

Das ist ein wenig thematisierter, aber entscheidender Punkt. Wer tief in sich die Überzeugung trägt, nicht stark genug zu sein, erlebt jeden Aufhörversuch auch als Prüfung des eigenen Wertes. Es geht dann nicht nur um Zigaretten. Es geht um Selbstachtung. Um Würde. Und um die Frage: Kann ich mir selbst vertrauen oder nicht?

Deshalb schmerzt Scheitern beim Rauchstopp so sehr. Nicht, weil man wieder eine Zigarette angezündet hat. Sondern weil viele darin sofort eine Niederlage und einen Beweis ihrer mangelnden Stärke sehen.

Ein Rückfall beweist aber natürlich nicht, dass ein Mensch schwach ist. Er besagt zunächst nur, dass ein altes Muster noch stärker war als die bisherige Klärung. Mehr nicht. Das ist unangenehm, ja. Aber es ist nicht identisch mit einem Werturteil über die eigene Person.

Diese Unterscheidung ist wichtig. Denn solange Menschen von ihren gescheiterten Aufhörversuchen auf ihre charakterliche Unzulänglichkeit schließen, werden sie jede neue Entscheidung von vornherin  mit diesem vermeintlichen Handicap unnötig beschwert treffen.

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Sicherheit entsteht durch Orientierung

Ein Mensch mit ängstlichen Gefühlen braucht nicht noch mehr Druck. Er braucht Orientierung.

Das gilt ganz besonders für den Rauchstopp. Wer sich fürchtet, es nicht zu schaffen, profitiert nicht von Sprüchen wie: „Du musst es nur wirklich wollen.“ Oder: „Andere schaffen das doch auch.“ Oder noch schlimmer: „Stell dich nicht so an.“

Solche Sätze beleidigen einen Raucher eher, als dass sie helfen. Sie unterstellen ihm Uninformiertheit oder Unwillen. Das eine ist so absurd wie das andere. 

Nötig ist ein ruhiger, klarer Blick auf das, was eigentlich passiert beim Rauchen. Was macht das Nikotin im Alltag? Warum hat die Zigarette eine solche Bedeutung? Was ist Entzug, was ist Gewohnheit, was sind Fehlverknüpfungen? Was passiert im Körper in den ersten Tagen nach dem Rauchstopp? Warum fühlen sich manche Dinge unangenehm an, obwohl sie nur ein Zeichen von Umstellung sind? Welche Gedanken sind typisch, ohne deshalb wahr zu sein?

Je mehr ein Mensch diese Zusammenhänge versteht, desto weniger bedrohlich wirkt der Rauchstopp. Angst lebt von Unklarheit. Orientierung nimmt ihr die Bühne.

Man darf Angst haben und trotzdem aufhören

Auch das ist ein wichtiger Gedanke. Wer glaubt, den Schritt erst dann gehen zu dürfen, wenn er sich ganz sicher fühlt, aalso wenn die Angst vor dem Scheitern weg ist – wann wird es denn soweit sein? Wann ist genug Mut da; wann fühlt sich alles innerlich geordnet an? Für die meisten rückt dieser Zeitpunkt immer wieder in weite Ferne.

Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mutig ist es, die Angst nicht mehr für die höchste Instanz zu halten und ihr einfach einmal die hübsche Verkleidung zu entreißen, unter der sie sich versteckt. 

Ein Mensch darf nervös sein und trotzdem die richtige Entscheidung ansteuern.
Er darf zweifeln und dennoch bereit sein, darf Respekt vor der Veränderung haben und sich trotzdem für Freiheit entscheiden.

Gerade beim Rauchstopp ist es wichtig, diese Ambivalenz zu akzeptieren. Denn wer darauf wartet, dass sich alles innerlich mühelos und vollkommen sicher anfühlt, wartet sehr lange, vielleicht ewig. Wer aber versteht, dass Angst ein normaler Begleiter großer Veränderungen sein kann, nimmt ihr bereits etwas von ihrer Macht. 

Vertrauen wächst aus Verstehen

Vertrauen wächst weder aus Selbstbeschimpfung noch aus Druck und schon gar nicht aus Angst. Und auch nicht aus dem ständigen inneren Kommando: „Reiß dich zusammen.“

Vertrauen wächst aus Erfahrung, aus Verstehen und aus einer Haltung, die den Menschen ermutigt statt kritisiert.

Es wächst, wenn man merkt: Ich bin nicht falsch, nur weil ich Angst habe.
Ich bin nicht schwach, nur weil ich gezögert habe.
Ich bin nicht unfähig, nur weil frühere Anläufe schwierig waren.

Der neue Weg zur Entscheidung beinhaltet neu hinschauen, neu verstehen und dann – neu anfangen und dabei besonders achtsam handeln. Dieses Vorgehen ist deutlich tragfähiger als Selbstverurteilung.

Rauchstopp ist keine Charakterprüfung

Vielleicht gehört genau dieser Gedanke viel öfter laut ausgesprochen: Der Rauchstopp ist keine Prüfung, in der sich entscheidet, ob jemand stark oder schwach, tapfer oder feige, würdig oder unzulänglich ist.

Rauchen aufhören ist zunächst eine Neuorientierung, und zwar eine bedeutende körperliche und mentale Veränderung. Aber es ist keinesfalls eine moralische Prüfung der Person. Diese Erkenntnis nimmt ungeheuren Druck aus dem Thema. Und Druckabbau ist beim Rauchstopp kein Luxus. Er ist eine Voraussetzung dafür, dass Klarheit überhaupt entstehen kann.

Fazit

„Ich habe Angst, es nicht zu schaffen“ ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein zutiefst menschlicher Satz, in dem frühere Erfahrungen, Selbstzweifel und die Sorge vor erneutem Scheitern zusammenkommen.

Gerade deshalb verdient er keine Verachtung, sondern Verständnis.

Die entscheidende Frage ist nicht, ob diese Angst da sein darf. Die wichtigere Frage ist, ob sie berechtigt ist. Und sehr oft ist sie das nicht. Sie spricht mit der Stimme alter Erfahrungen über eine Zukunft, die noch gar nicht entschieden ist.

Es braucht für den Rauchstopp auch nicht mehr Härte. Es braucht Klarheit und Orientierung. Und nicht zuletzt die Erlaubnis, sich nicht länger mit den Augen früherer Enttäuschung zu betrachten.

Angst muss nicht verschwinden, damit Freiheit möglich wird. Es reicht schon, wenn sie nicht mehr das Steuer in der Hand hält.

Zum Weiterlesen

Wenn du dich fragst, ob ein Rauchstopp überhaupt ohne Pflaster, Spray, Kaugummi und ähnliche Ersatzlösungen funktionieren kann, dann führt der nächste Beitrag genau an diesen Punkt:

Rauchstopp ohne Pflaster, Spray und Kaugummi – kann das wirklich funktionieren?

Passend zu diesem Thema

Wer den Rauchstopp nicht mit Druck, sondern mit einem klareren Verständnis angehen möchte, findet in meinem Buch „Bevor du aufhörst… 5 Dinge, die du vor dem Rauchstopp wissen (und tun) solltest“ eine fundierte Vorbereitung.

Und was in den ersten Wochen nach der letzten Zigarette körperlich und mental geschieht, beschreibe ich in „Aufgehört – und jetzt?“.

Regina Hildebrandt

Regina Hildebrandt

Präventologin / Coachin / Autorin

Von der ausgebildeten Journalistin über die geprüfte Präventologin bis hin zur Coachin und Autorin lief aus heutiger Sicht alles geradezu zwangsläufig auf meine jetzige Tätigkeit hinaus. Wie ein roter Faden zog sich dabei das Thema Gesundheit sowohl beruflich als auch privat durch meinen Werdegang zum heutigen Status als Expertin für Rauchentwöhnung.

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Die Meisterdiebin

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Was Rauchen deinem Körper Tag für Tag raubt

Raucher wissen, dass Rauchen ungesund ist. Das ist keine sensationelle Nachricht. Sie steht auf Schachteln, sie steckt in Statistiken, sie hängt als Warnung über jeder Gesundheitsdebatte. Und doch bleibt das Wort ungesund seltsam blass für etwas, das in Wahrheit viel direkter, viel hartnäckiger und viel dramatischer in den Körper eingreift.

Denn Rauchen ist nicht einfach nur „nicht gut“. Es ist ein täglicher Angriff. Einer, der nicht nur irgendwann in ferner Zukunft Probleme machen kann, sondern schon sein zerstörerisches Werk schon von Anfang an betreibt. Still, schleichend und so selbstverständlich, dass viele Menschen gar nicht mehr merken, was sie im Alltag bereits eingebüßt haben.

Die Zigarette nimmt nicht erst dann etwas weg, wenn eine Diagnose auf dem Tisch liegt. Sie stiehlt schon vorher. Atem, Energie, Gefäßgesundheit, Hautfrische, Geschmack, Geruch, Ruhe, Belastbarkeit, Regenerationsfähigkeit. Und auch ein Stück innerer Freiheit.

Diebstahl in kleinen Raten

Wenn man einem Menschen über Nacht die Hälfte seiner körperlichen Leistungsfähigkeit, einen Teil seiner Sauerstoffversorgung, ein Stück seiner Beweglichkeit, etwas Hautspannung und einen Teil seiner Konzentration nehmen würde, wäre er zutiefst empört. Er würde alarmiert sein und sofort etwas dagegen unternehmen wollen.

Rauchen geht raffinierter vor. Es nimmt in Raten: Nicht so viel, dass man gleich zusammenbricht, so leise, dass man es gut überhören kann.
Es nimmt in kleinen Portionen, Tag für Tag, Jahr für Jahr, ein bisschen weniger Luft hier, schafft ein bisschen mehr Belastung dort. Etwas mehr Reizung der Atemwege, etwas weniger gute Sauerstoffversorgung, ein wenig mehr Entzündungsbereitschaft, etwas weniger natürliche Spannkraft. Weil dieser Verlust nicht als einziger großer Einschnitt kommt, sondern als stiller Dauerprozess, wird er leicht mit dem „normalen“ Leben verwechselt. In Wahrheit liegt längst eine reduzierte Version von Lebensqualität vor.

Was Rauchen den Atemwegen antut

Beginnen wir dort, wo die Zigarette als Erstes ankommt: bei den Atemwegen. Der Rauch bringt Schadstoffe mit, die die Schleimhäute reizen und die Bronchien belasten. Die Flimmerhärchen in den Atemwegen, diese kleinen unermüdlichen Helfer des Reinigungssystems, werden durch das Rauchen in ihrer Arbeit behindert. Schleim kann schlechter abtransportiert werden, Reizungen nehmen zu, die natürliche Selbstreinigung wird gebremst.

Dabei kann der klassische Raucherhusten entstehen, über den man gern ein bisschen selbstironisch hinweggeht. Er zeigt jedoch an, wenn das System unter Dauerstress steht. Viele Raucher merken gar nicht mehr, wie oft sie sich räuspern, wie flach sie atmen. Und wie selbstverständlich sie es hinnehmen, morgens nicht voller Dynamik aus dem Bett zu springen. Erst wenn der Rauch wegfällt, merken viele, was ihnen ständig gefehlt hat: Luft.

Die Meisterdiebin-Illustration

Der Kreislauf zahlt jedes Mal mit

Luft ist ein zentrales Element und Merkmal von Lebensqualität. Rauchen betrifft nicht nur die Lunge, sondern das gesamte Herz-Lunge-Kreislauf-System. Jede gerauchte Zigarette bringt Stoffe in den Körper ein, die die Gefäße beeinflussen, den Sauerstofftransport verschlechtern und den Organismus zum ständigen Ausgleich der Defizite zwingen.

Es ist großartig, wie anpassungsfähig der menschliche Organismus an widrige Bedingungen ist, aber Anpassung hat ihren Preis. Wenn das Blut nur unzureichend mit Sauerstoff versorgt wird, wenn Gefäße sich ständig unnatürlich stark zusammenziehen müssen und das Herz immer wieder auf diese unnormalen Reize reagieren muss, läuft zwar scheinbar alles weiter wie bisher – immer weiter?

Auch diese Verschlechterung ist nicht spektakulär genug, um sofort Aufmerksamkeit zu erregen. Man steigt eben nicht mehr ganz so leicht Treppen hoch. Man kommt schneller außer Atem. Die Beine fühlen sich schwerer an. Die Hände sind öfter kalt. Die Belastbarkeit ist nicht mehr ganz dieselbe wie früher. Und das Herz stolpert vielleicht hier und da unangenehm durchs Bewusstsein. All das lässt sich im Alltag wunderbar kleinreden.

Schlecht geschlafen, viel Stress, zu wenig Sport, das Alter, das Wetter, der Montag… Die Zigarette kann sich innerlich für diese Ausreden bedanken – und klammheimlich weitermachen.

Die Haut vergisst nichts

Es ist faszinierend, was viele Menschen bereit sind für ihre Haut zu tun. Cremes, Seren, Masken, Kollagen, Hyaluron, Bürstchen, Massagen, Gua Sha Stone, Gesichtsyoga, das ganze Wellnessprogramm. Und anschließend wird erst einmal eine Zigarette geraucht.

Das ist ungefähr so, als würde man morgens die Balkonpflanzen wässern und ihnen abends die Wurzeln abklemmen.

Die Haut ist auf gute Durchblutung, Sauerstoffversorgung und Nährstofftransport angewiesen. Rauchen verschlechtert genau diese Bedingungen. Es fördert Prozesse, die die Spannkraft beeinträchtigen, die Regeneration bremsen und den Gesamtzustand der Haut über die Zeit sichtbar altern lassen.

Viele Raucherinnen und Raucher kennen dieses Phänomen, ohne es gern laut auszusprechen: die fahle Wirkung, die Trockenheit, das schnellere Müde-Aussehen, die feiner werdende Grenze zwischen „heute gestresst“ und „eigentlich schon länger nicht mehr richtig frisch“.

Natürlich ist nicht jede Falte das Werk einer Zigarette. Das Leben selbst steuert schließlich auch noch seine Herausforderungen bei. Aber Rauchen hilft der Haut ganz sicher nicht, ihre beste Version zu zeigen.

Energie wird nicht nur gefühlt

Die Meisterdiebin-Tabelle

Viele Menschen sprechen von Müdigkeit oder Erschöpfung, als wären dies ausschließlich psychische Phänomene. Dabei hat Energie immer auch eine körperliche Seite. Wenn Zellen ungünstiger versorgt werden, wenn der Kreislauf mehr Mühe hat, wenn Entzündungsprozesse und Reizungen das System belasten, dann bleibt das nicht folgenlos für das, was wir im Alltag als Schwung, Belastbarkeit oder Wachheit erleben.

Rauchen stiehlt also nicht nur Jahre irgendwann in der fernen Zukunft. Es mindert mitunter schon heute die Qualität eines Nachmittags. Die Kraft für Bewegung, die Lust sich anzustrengen. Und nicht zuletzt die Fähigkeit, sich nach Belastungen wieder gut zu erholen. Rauchen behindert vor allem die Regenerationsfähigkeit des Körpers. Bildlich gesprochen arbeitet der komplexe Organismus namens Menschwie ein Hausmeister, der jeden Abend erst neue Schäden beseitigen muss, bevor er überhaupt mit der eigentlichen Instandhaltung beginnen kann.

Auch hier herrscht der fatale Irrtum, dass das Energiedefizit irgendwann als die normale Grundverfassung angesehen wird. Dabei wird der Körper, unser Gefährt, das uns durchs Leben trägt, seit Jahren mit „angezogener Handbremse“ gefahren.

Zum Glück ist er alles andere als ein statisches Objekt. Er repariert, erneuert, gleicht aus, reagiert, regeneriert ununterbrochen. Genau deshalb ist es so folgenreich, wenn man ihm täglich Stoffe zumutet, die ihn nicht nur belasten, sondern ihm zugleich Ressourcen für seine eigentliche Arbeit abziehen.

Rauchen raubt dem Gehirn die Ruhe

Hier wird es besonders interessant. Denn viele Raucher glauben an die Zigarette als ein Mittel zur Beruhigung. Tatsächlich ist Rauchen jedoch Teil eines Kreislaufs, der innere Unruhe zunächst erzeugt und dann kurzfristig lindert. Das betrifft nicht nur das subjektive Empfinden, sondern auch die tägliche Beanspruchung des Nervensystems.

Wenn ein Mensch regelmäßig Nikotin zuführt, in Abständen wieder Verlangen erlebt, dieses Verlangen bedient und die Zigarette in unzählige Situationen als Antwort einbaut, ist das kein Zustand souveräner Gelassenheit. Es entsteht eher eine Form trainierter Abhängigkeit mit wiederkehrenden Spannungs- und Entlastungsphasen.

Rauchen stiehlt deshalb neben den körperlichen Ressourcen auch die geistige Unabhängigkeit. Die Gedanken kreisen allzu oft um die nächste Gelegenheit für die nächste Zigarette. Situationen werden danach sortiert, ob und wann geraucht werden kann. Das Nervensystem lernt, bestimmte Momente nicht mehr eigenständig zu regulieren, sondern an ein Ritual zu delegieren. Das Gehirn wird so perfekt auf die Zigarette trainiert.

Man kann das Gewohnheit nennen – oder Fremdbestimmung durch ein mit Tabak gefülltes kleines Papierstäbchen.

Die Meisterdiebin-Piktogramm

Geschmacklos genießen?

Der Diebstahl an den Sinnen für Geruch und Geschmack wird fast nie thematisiert. Er ist halt nicht dramatisch genug, um ihn überhaupt bewusst zu bemerken. Der Geruchssinn stumpft ab, der Geschmackssinn verliert an Unterscheidungsfähigkeit, das Essen wird fader, Düfte verlieren ihre Nuancen und mit all dem wird der unmittelbare Kontakt zur sinnlichen Welt gedämpft.

Das klingt im Vergleich zu dem, was das Rauchen mit Herz, Gefäßen oder Lunge macht,  fast harmlos, sollte aber nicht als unwichtig abgetan werden. Denn Lebensqualität besteht nicht nur aus Laborwerten. Sie besteht auch darin, ob Kaffee nach Kaffee riecht. Ob ein Apfel Geschmack hat. Regen, Wald, Haut, Sommerabend oder frisches Brot sind mehr als bloße Information für die Nase, sie stehen für Lebensgefühle.

Rauchen nimmt dem Alltag still ein Stück von dieser Intensität. Und viele merken erst nach dem Aufhören, was sie lange Zeit unbewusst vermisst haben.

Und dann sind da noch das Geld, die Zeit und die Würde

Ja, auch das gehört in die Verlustbilanz durch das Rauchen. Es kostet ganz profan Geld. Auch das ist allen Rauchern bekannt. Vermieden wird jedoch gern die Gesamtrechnung über die Zeitdauer der eigenen Raucherkarriere. Und zwar nicht Symbolbeträge, sondern ganz konkrete Zahlen in harten Euros. Der Gegenwert eines Autos der gehobenen Mittelklasse ist da schnell „zusammengeraucht“. Damit möchte ich nicht deinen Ärger oder dein Bedauern provozieren. Ich möchte lediglich der Bedeutung der „kleinen, lästigen Angewohnheit“ Rauchen zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen.

Und darum darf auch die Zeit erwähnt werden, die mit diesem „Hobby“ verbracht wird. Das Handling der Zigarette selbst, dazu noch die ganze Logistik, die daran hängt: Viele kleine Unterbrechungen summieren sich. Sie sind wertvoll, wenn sie mit angenehmen Inhalten gefüllt sind. Wer ständig an Vorräte denken muss, an Gelegenheiten, an Feuerzeuge, an Pausen, an Orte, an Gerüche, an Verstecke oder an den nächsten Moment zum Rauchen, lebt nicht in voller Unabhängigkeit. Er lebt mit einem System, das Ansprüche an ihn stellt. Täglich mehrfach, über Jahre.

Auch das ist ein Gesundheitsaspekt. Denn Freiheit ist kein dekorativer Luxus, sondern ein grundlegender Aspekt der Lebensqualität.

Nachtragend, aber nicht unversöhnlich

Warum dulden Raucher die vielen Verluste durch das Rauchen mit so viel Gelassenheit? Weil Rauchen eben nicht alles auf einmal nimmt. Und weil der Diebstahl nicht spektakulär genug erscheint, um wie bei einem Einbruch mit Alarmanlage wahrgenommen zu werden. Man gewöhnt man sich an ihn. Man verharmlost ihn und passt sich an. Man nennt ihn Alltag, Alter, Stress oder persönliche Schwäche. Dabei wäre die ehrlichere Diagnose als Raucher stets: Es ist nicht nur das Leben, es ist auch die Zigarette.

So hart es klingt, was Rauchen dem Körper alles nimmt, so positiv ist der Ausblick: Der Organismus ist bereit, sich erstaunlich wieder zu erholen, sobald die Belastung aufhört. Nicht über Nacht, und vielleicht nicht in jeder Hinsicht zu 100 Prozent, aber sehr schnell und sehr viel spürbarer, als viele erwarten. Das ist kein Wunder. Das ist Biologie, sobald man sie endlich nicht mehr sabotiert.

Mit der rasanten Erholung auf allen Ebenen kehrt das vielleicht schönste Gefühl, zurück, nicht mehr täglich gegen den eigenen Körper zu arbeiten.

Fazit

Die Zigarette ist keine kleine Macke, sondern ein stiller Dieb, der täglich auf Raubzug geht. Sie stiehlt von Anfang an: Atem, Energie, Sinnesfreude, Belastbarkeit, Regeneration und ein gutes Stück Freiheit.

Gerade weil dieser Diebstahl so schleichend verläuft, wird er oft unterschätzt. Was über Jahre langsam verloren geht, wirkt irgendwann wie der normale Zustand. Doch normal ist nicht immer gesund. Und vertraut ist nicht automatisch harmlos.

Der wichtigste Gedanke ist deshalb dieser:

Rauchen nimmt mehr, als viele ahnen. Und der Rauchstopp gibt mehr zurück, als viele erwarten.

Zum Weiterlesen

Wer nach diesem Blick auf den Körper verstehen möchte, warum so viele Menschen trotzdem Angst haben, den Schritt wirklich zu gehen, findet hier das nächste wichtige Thema:

„Ich habe Angst, es nicht zu schaffen“ – der Satz, den fast jeder Raucher kennt

Passend zu diesem Thema

Wer den Rauchstopp nicht nur wollen, sondern auch klug vorbereiten möchte, findet in meinem Buch „Bevor du aufhörst… 5 Dinge, die du vor dem Rauchstopp wissen (und tun) solltest“ eine fundierte Orientierung.

Und was in den ersten Wochen nach der letzten Zigarette körperlich und mental geschieht, beschreibe ich in „Aufgehört – und jetzt?“.

Regina Hildebrandt

Regina Hildebrandt

Präventologin / Coachin / Autorin

Von der ausgebildeten Journalistin über die geprüfte Präventologin bis hin zur Coachin und Autorin lief aus heutiger Sicht alles geradezu zwangsläufig auf meine jetzige Tätigkeit hinaus. Wie ein roter Faden zog sich dabei das Thema Gesundheit sowohl beruflich als auch privat durch meinen Werdegang zum heutigen Status als Expertin für Rauchentwöhnung.

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Die ersten 30 Tage

Die ersten 30 Tage

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Die ersten 30 Tage ohne Zigarette

Was im Körper wirklich passiert

Die letzte Zigarette ist ausgedrückt — und von außen betrachtet scheint zunächst wenig zu passieren. Im Innern des Körpers aber beginnt sofort eine intensive Umstellung. Der Organismus, der sich vielleicht über Jahre an Qualm, Nikotin und die tägliche Belastung durch diverse weitere Schadstoffe aus der Zigarette angepasst hat, bekommt eine sensationelle neue Information: Der permanente Angriff hat aufgehört!

Das ist wie ein neues Kommando: Fang an mit den Aufräumarbeiten!

Der Körper hat den Rauch nie gebraucht

Der Organismus hat sich zwar an das Rauchen so gut es ging gewöhnt, aber er hat es nie wirklich gebraucht. Er hat nur versucht, unter erschwerten Bedingungen zu funktionieren: mit gereizten Atemwegen, belastetem Kreislauf, verändertem Nervensystem und dem Kampf gegen die ständige Zufuhr von aggressiven Chemikalien.

Das Ausbleiben von täglich zehn, 20 oder 40 Zigaretten ist deshalb aus seiner Sicht keinesfalls ein Verzicht, sondern pure Entlastung.

Die ersten Wochen - Piktogramm

Die ersten Tage: Umstellung statt Stillstand

In den ersten Tagen nach dem Rauchstopp erleben viele Neu-Nichtraucher eine Mischung aus Aufbruch und Unruhe. Verlangen, Nervosität, Stimmungsschwankungen oder das Gefühl, dass „etwas fehlt“, sind nicht ungewöhnlich.

Das bedeutet jedoch nicht, dass der Körper die Zigarette zurückfordert. Er reagiert eher auf den Wegfall eines Akteurs, der in bestimmten Situationen immer mit „auf der Bühne“ war.

Denn mit dem Rauchstopp wurde seine Rolle quasi aus dem laufenden Stück gestrichen.

Die neue Inszenierung heißt „Nichtraucherleben“ und ein wichtiger Part wird von der „Heilung“ übernommen.

Die ersten Wochen - Tabelle

Die Atemwege räumen auf

Viele frischgebackene Nichtraucher wundern sich, wenn sie anfangs mehr husten oder sich die Bronchien deutlich melden. Das muss kein schlechtes Zeichen sein. Wenn der Rauchreiz wegfällt, können die Atemwege ihr Reinigungssystem wieder besser aktivieren.

Anders gesagt: Der Körper macht Großputz und befördert sich lösende Ablagerungen mit seinem natürlichen Reflex, dem Husten, nach draußen.

Häufig wählt der Organismus als Reinigungsweg auch die Haut, unser größtes Entgiftungsorgan, und schwitzt abgelagerte Altlasten aus.

Geruch, Geschmack und Energie verändern sich

Schon nach kurzer Zeit berichten viele, dass ihnen das Essen intensiver schmeckt. Aromen und Gerüche werden stärker wahrgenommen und im Alltag fühlt sich manches lebendiger an. Auch der Kreislauf bekommt bessere Arbeitsbedingungen, weil sich durch das Nikotin und andere Schadstoffe die Gefäße nicht mehr ständig krampfhaft zusammenziehen müssen.

Dankbar reagiert das Herz-Kreislauf-System nach dem Rauchstopp auf die Tatsache, dass wieder mehr Sauerstoff zur Verfügung steht, mit einem wahren Energieschub.

Ehemalige Raucher erkennen daran, dass sie nicht ständig müde und träge waren wegen des Stresses im Job oder dem zunehmenden Alter, sondern dass bestimmte Inhaltsstoffe aus der Zigarette im Körper permanent als Sauerstoffräuber unterwegs waren.

Natürlich spürt nicht jeder Mensch nach dem Rauchstopp all diese Signale gleich stark. Aber die Richtung wird klar angezeigt: Der Körper arbeitet nicht mehr dauernd gegen einen äußeren Gegner an, sondern darf sich endlich um sich selbst kümmern.

Das Nervensystem lernt neu

Rauchen war für viele an feste Situationen gekoppelt: Kaffee, Pause, Stress, Belohnung, Feierabend. Wenn diese mentalen Verknüpfungen nicht mehr bedient werden, kann es zunächst zu ungewohnten Irritationen kommen, etwa einer vagen inneren Suche nach so etwas wie einem fehlenden Puzzle-Teil. Mit diesem Gefühl beginnt etwas enorm Wichtiges:

Das Nervensystem kann neue Antworten lernen, etwa, dass eine Pause ohne Zigarette noch erholsamer ist oder dass die Qualität von Begegnungen und Gespräche mit Menschen nie von der Menge der dabei gerauchten Zigaretten abhängig war.

Warum die ersten Wochen so wertvoll sind

Timeline-Grafik

Die ersten 30 Tage werden damit von der befürchteten „schwierigen“ Phase, die man irgendwie überstehen muss, zu einer Abenteuerreise mit täglich neuen Sinneseindrücken, Entdeckungen und Erfahrungen. Sie sind der Beginn einer neuen Ordnung. Der Körper entlastet sich, alte Muster verlieren an Kraft, und mit jedem rauchfreien Tag wächst auch das Vertrauen in eine der besten Entscheidung im Leben von Rauchern: Der Rauchstopp war richtig und funktioniert tatsächlich!

Fazit

Die ersten 30 Tage ohne Zigarette sind eine Zeit intensiver Regeneration. Nicht alles fühlt sich sofort angenehm an, aber alles ist sinnvoll. So wie die neue Haut auf einer Wunde mitunter heftig juckt, aber auch das zur Heilung dazugehört. Der Körper beginnt aufzuräumen, neu zu regulieren und verloren gegangene Spielräume zurückzugewinnen.

Der Rauchstopp ist deshalb kein Ende. Er ist der Anfang von einer völlig neuen Lebensqualität.

Zum Weiterlesen

Wenn du verstehen möchtest, was Rauchen dem Körper auf Dauer überhaupt abverlangt, lies gern als Nächstes:

Die Zigarette als Meisterdiebin – was Rauchen Ihrem Körper Tag für Tag wirklich raubt

Passend zu diesem Thema

Mehr über die ersten Wochen nach dem Rauchstopp liest du in meinem Buch „Aufgehört – und jetzt?“.

Und wer sich auf den Ausstieg fundiert vorbereiten möchte, findet in „Bevor du aufhörst… 5 Dinge, die du vor dem Rauchstopp wissen (und tun) solltest“ die passenden Grundlagen.

Regina Hildebrandt

Regina Hildebrandt

Präventologin / Coachin / Autorin

Von der ausgebildeten Journalistin über die geprüfte Präventologin bis hin zur Coachin und Autorin lief aus heutiger Sicht alles geradezu zwangsläufig auf meine jetzige Tätigkeit hinaus. Wie ein roter Faden zog sich dabei das Thema Gesundheit sowohl beruflich als auch privat durch meinen Werdegang zum heutigen Status als Expertin für Rauchentwöhnung.

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Die große Täuschung

Die große Täuschung

Raucherpause

Die große Täuschung

Warum die Zigarette nicht entspannt, sondern stresst

Es gibt Sätze, die haben sich im kollektiven Bewusstsein so bequem eingerichtet, dass sie kaum noch hinterfragt werden. Einer davon lautet: „Die Zigarette entspannt mich.“

Viele Raucher heben das nicht einmal als besonders hervor. Es klingt eher wie eine schlichte Feststellung, so selbstverständlich wie: Kaffee macht wach, Regen macht nass, Zigaretten beruhigen eben. Nach einem anstrengenden Gespräch, in einer hektischen Pause. Immer, wenn es zu Ärger, Frust oder Überforderung kommt. Die Zigarette erscheint dann wie ein kleines, verlässliches Werkzeug zur Wiederherstellung des inneren Gleichgewichts.

Genau darin verbirgt sich einer der größten Irrtümer des Rauchens.

Denn der Rauch aus einer Zigarette kann nicht wirklich entspannen. Das Rauchen beendet nur für kurze Zeit einen Spannungszustand, den es selbst mit aufgebaut hat. Die Zigarette wirkt damit wie eine Feuerwehr, die nicht zufällig dort auftaucht, wo es brennt, sondern die den Brand vorher heimlich und gründlich mit vorbereitet hat.

Das klingt zunächst unbequem. Vielleicht sogar provokant. Und deshalb lohnt es sich, genauer hinzusehen.

Die perfide Logik des Rauchens

Rauchen funktioniert nach einem ganz eigenen Prinzip. Es bietet Entlastung an, aber nie dauerhaft. Es lindert, aber nur vorübergehend. Es beruhigt, aber auf eine Weise, die neue Unruhe vorbereitet. Wie das?

Nach dem Ausdrücken der Zigarette arbeitet der Raucherorganismus auf Hochtouren daran, das Nikotin und die vielen Schadstoffe zu entsorgen. Er will sie dem Körper also nach Möglichkeit wieder „entziehen“.  Dieser „Entzug“ tut nicht weh, macht nicht unfähig. Er kommt eher daher als ein feiner, regelmäßiger Störimpuls oder was Raucher in gewissen Abständen als Verlangen nach Nikotin spüren. Sinkt der Nikotinspiegel, meldet sich eine leichte Unruhe, die sich ganz subtil zeigt: Als inneres Ziehen, leichte Reizbarkeit, ein Gefühl von Unvollständigkeit und als zunehmenden Abfall der Konzentration. Raucher haben einen Namen für diesen Zustand; sie nennen das vertraute Empfinden von Jetzt brauche ich erstmal eine Zigarette den „Schmacht“.

Sobald dann der erste Zug inhaliert wird, lässt das unangenehme Unruhegefühl schlagartig nach und wird logischerweise als Beruhigung erlebt. Diese Art von Erleichterung bedeutet jedoch nicht automatisch echte Entspannung. Sie beendet eben nur für kurze Zeit einen Zustand, der ohne die Nikotinabhängigkeit in dieser Form gar nicht existieren würde. Denn wenn eine Zigarette vor allem die Anspannung lindert, die durch den vorhergehenden Nikotinmangel mitverursacht wurde, dann beseitigt sie ja nicht die anderen Stressauslöser, die ein Raucher gerade erlebt. Sie lockert quasi nur für kurze Zeit die Schraube ein wenig, die sie zuvor mit angezogen hat.

Und genau deshalb ist der Satz „Die Zigarette entspannt mich“ zwar verständlich, aber in vielen Fällen nicht präzise genug. Oft müsste er ehrlicherweise lauten: „Die Zigarette beendet kurz einen Zustand, an dessen Entstehung sie selbst beteiligt ist.“

Das klingt weniger romantisch. Ist aber deutlich näher an der Wahrheit.

Wer das jahrelang erlebt, hält diese Erscheinungen irgendwann für normal. Die Zigarette wird dann nicht mehr als Teil eines Problems erkannt, sondern als Teil der Lösung. Und genauso festigt sich der Glaube: Ich brauche sie, um mich zu beruhigen und stabil zu bleiben.

Dabei wäre die ehrlichere Beschreibung: Ich brauche sie, um eine Unruhe zu beseitigen, die ohne die Abhängigkeit erst gar nicht entstanden wäre.

Der Raucher ist seiner Zigarette dankbar für die vorübergehende Beendigung des Schmachts, obwohl er diese Art der innerlichen Unruhe ohne Zigaretten gar nicht erleben würde.

So baut das Rauchen seine eigene Unentbehrlichkeit auf.

Das ist keine kleine Gedankenkorrektur. Das ist eine völlige Umdeutung der Fakten.

Raucher-Zyklus

„Ohne Zigarette wäre ich noch gestresster“

Schauen wir noch ein wenig genauer auf diesen entscheidenden Unterschied.

Die körperliche Abhängigkeit vom Rauchen wird bei weitem überschätzt. Viel gravierender ist die Art, wie sich die Sucht in den Alltag einwebt.

Dass sich die Zigarette beruhigend anfühlt, ist keine Einbildung. Raucher erleben diese Wirkung tatsächlich. Die Frage ist nur, was da eigentlich beruhigt wird.

Raucher kennen etliche Situationen, in denen sie überzeugt sind, sie ohne Zigarette weniger meistern oder genießen zu können. Der Ärger im Büro. Das Warten zwischen zwei Terminen, die Überforderung. Der Gedanke, jetzt kurz nach draußen zu gehen, tief einzuatmen, die Zigarette in der Hand zu haben und für ein paar Minuten nur auf den Horizont zu schauen, hat etwas ungemein Verlockendes in angespannten Situationen. Aber auch der Kaffee am Morgen und die Pause bei der Arbeit erscheinen mit Zigarette noch ein wenig angenehmer. Doch was entspannt wirklich?

Ist es der Tabak?
Das Nikotin?
Oder ist es vielleicht die Unterbrechung, das kurz-aus-der-Situation-Heraustreten?
Abstand, Atmen, die Erlaubnis, für einen Moment nichts leisten zu müssen?

Diese Frage ist womöglich ungewohnt. Aber sie führt an einen Punkt, an dem die vermeintlich großartige Leistung der Zigarette erste Kratzer bekommen kann. Viele Dinge, die Raucher als Wirkung der Zigarette verbuchen, gehören ihr nämlich streng genommen nicht allein. Die Pausen entspannen, das Gefühl, sich für einen Moment entziehen zu dürfen, entspannt. Mal tief durchzuatmen beruhigt – übrigens Nichtraucher gleichermaßen wie Raucher! Die Zigarette hat sich nur mitten in diese Szenarien hineingeschlichen und wird prompt zur Hauptdarstellerin erklärt.

Sie bekommt den Applaus für einen Effekt, der ihr nicht allein zuzuschreiben ist – und den sie vorher selbst nötig gemacht hat.

Echte Entspannung fühlt sich anders an

Echte Entspannung hat eine andere Qualität. Sie macht nicht unruhig, wenn sie ausbleibt. Sie erzeugt auch keinen Zugzwang, indem sie regelmäßige Wiederholung verlangt. Sie verengt nicht die Freiheit, sondern erweitert sie.

Wir kennen Entspannung aus den unterschiedlichsten Zusammenhängen: Ein Spaziergang kann entspannen, ein gutes Gespräch auch. Lachen entspannt automatisch und angenehme Musik hören genauso.

Schon ein paar ruhige Atemzüge können entspannen. Und selbst eine kleine Pause ohne Handy, ohne äußere Reize, mit ein paar Momenten Nichtstun kann erstaunlich viel bewirken.

All diese Dinge haben einen entscheidenden Vorteil: Sie erzeugen nicht gleichzeitig die nächste Unruhe, um sie später erneut lindern zu müssen.

Dort trennt sich das, was wirklich hilft, von dem, was nur kurz eine Schieflage korrigiert, die es selbst mit erschaffen hat.

Mini-Tabelle Entspannung

Die Zigarette als Pause mit eingebautem Alibi

Ein weiterer Grund, warum Rauchen als entspannend erlebt wird, hat gar nichts mit Nikotin zu tun und sehr viel mit gesellschaftlich akzeptiertem Raucherverhalten.

Raucher nehmen sich regelmäßig ihre Pausen. Sie unterbrechen Gespräche, verlassen den Schreibtisch und gehen kurz raus. Oder sie ziehen sich aus Situationen zurück, indem sie einen Moment ans Fenster gehen, auf den Balkon oder vor die Tür. Für ein paar Minuten dürfen sie dabei ganz für sich sein.

Nichtraucher erlauben sich das viel seltener. Sie bleiben am Platz, arbeiten weiter und springen vielleicht sogar ein, wenn die Kollegin mit Zigarette schon wieder kurz weg ist. Mit der Zeit kann sich dadurch Frust bei den nichtrauchenden Kollegen aufbauen, gemixt mit ein bisschen Neid. Nicht wegen des Rauchens, sondern wegen der legitimierten Unterbrechung – die Zigarette als Eintrittsticket in zusätzliche Pausen.

Warum Raucher ihre Zigarette oft verteidigen

Wer glaubt, die Zigarette helfe bei Stress, wird sie nicht als Belastung empfinden, sondern als Verbündete. Und niemand trennt sich leicht von einem Verbündeten.

Deshalb reagieren viele Raucher empfindlich, wenn man die entspannende Wirkung der Zigarette anzweifelt. Das wirkt schnell wie ein Angriff auf ihre Erfahrung, dass sie die Erleichterung ja tatsächlich erleben.

Es nützt nichts, ihnen diese Erfahrung abzusprechen. Man muss sie nur genauer einordnen:

Ja, die Zigarette kann sich im Moment beruhigend anfühlen.
Nein, daraus folgt nicht automatisch, dass sie echte Entspannung schenkt.
Und schon gar nicht folgt daraus, dass sie langfristig zur inneren Ruhe beiträgt.

Im Gegenteil. Wer sein Nervensystem regelmäßig in einen Kreislauf aus Bedürfnis, Befriedigung und erneutem Bedürfnis schickt, trainiert eher Abhängigkeit als Gelassenheit.

Warum diese Erkenntnis für den Rauchstopp so wichtig ist

Solange ein Raucher glaubt, die Zigarette sei eine Art Nothelferin in stressigen Momenten, wirkt der Rauchstopp fast zwangsläufig bedrohlich. Denn wer möchte sich freiwillig von etwas trennen, das ihm angeblich beim Durchhalten hilft?

Erst wenn diese Deutung ins Wanken gerät, verändert sich etwas Grundsätzliches. Dann erscheint die Zigarette nicht mehr als Retterin, sondern eher als Teil eines Systems, das Stress, Entzug, Unruhe und scheinbare Erlösung zu einem Teufelskreis verbunden hat.

Piktogramm Pause

Diese Einsicht kann sehr entlasten. Plötzlich muss man nicht mehr gegen eine geliebte Hilfe kämpfen. Man darf anfangen, einen Irrtum zu durchschauen.

Das erleichtert für viele den Einstieg in den Rauchstopp enorm.

Es geht nicht darum, sich etwas zu verbieten

Viele Aufhörversuche scheitern innerlich schon am Start, weil sie als Verbot erlebt werden. Die inneren Befehle klingen streng: Ab morgen keine Zigarette mehr. Nie wieder, Schluss, aus, vorbei. Das funktioniert bei den wenigsten Rauchern.

Sehr viel hilfreicher ist ein anderer Blickwinkel: Wer erkennt, dass die Zigarette Entspannung nicht schenkt, sondern deren Mangel mit organisiert, verliert seine Ehrfurcht vor ihr. Sie wird kleiner, weniger magisch. Vor allem aber weniger bedeutsam und überhaupt nicht mehr als Retterin.

Und das ist eine gute Nachricht. Denn was kleiner wird, muss nicht mehr mit großer Angst losgelassen werden. Eher als Verabschiedung mit leichtem Herzen.

In diesem Prozess wird aus einem Ich darf nicht mehr, ein Verstehen dessen, was hier eigentlich jahrelang passiert ist. Nicht aus eigener Schuld, sondern aufgrund einer sehr raffinierten Täuschung, die bei Millionen von Mitmenschen genauso funktioniert hat.

Fazit

Die Zigarette entspannt nicht so, wie viele glauben. Sie beendet nur immer wieder für kurze Zeit eine Unruhe, die ohne die Abhängigkeit nicht auftreten würde. Hinzu kommt, dass Raucher mit der Zigarette nicht nur eine körperliche Erleichterung erleben, sondern vor allem die Pause, den Rückzug, das Ritual als mentale Entspannung genießen und dies mit der Zigarette als Auslöser verwechseln.

Die eigentliche Täuschung besteht also nicht darin, dass Raucher sich etwas einbilden. Sie profitiert davon, dass die Rolle der Zigarette überschätzt und ihr Anteil am Problem unterschätzt wird.

Solange sie als Helferin erscheint, wirkt der Rauchstopp natürlich wie ein Verlust. Sobald ihre Funktion aber klarer wird, verändert sich auch die Einschätzung ihrer Wichtigkeit.

Und manchmal beginnt genau dort die erste echte Entspannung:
nicht in der nächsten Zigarette, sondern in der Erkenntnis, dass man sie vielleicht viel weniger braucht, als man bisher dachte.

Zum Weiterlesen

Wenn die Zigarette weniger beruhigt, als sie verspricht, stellt sich fast automatisch die nächste Frage: Warum fällt es dann vielen trotzdem so schwer, sie loszulassen? Genau darum geht es in einem weiteren zentralen Thema dieser Reihe.

Nächster Beitrag:
Die ersten 30 Tage ohne Zigarette – was im Körper wirklich passiert

Passend zu diesem Thema

Wer vor dem Rauchstopp besser verstehen möchte, wie körperliche und mentale Verknüpfungen rund um die Zigarette entstehen, findet in meinem Buch „Bevor du aufhörst… 5 Dinge, die du vor dem Rauchstopp wissen (und tun) solltest“ eine fundierte und verständliche Vorbereitung.

Und für die Zeit nach der letzten Zigarette begleitet „Aufgehört – und jetzt?“ die Umstellung Schritt für Schritt – als konkrete Absicherung gegen den Rückfall.

Regina Hildebrandt

Regina Hildebrandt

Präventologin / Coachin / Autorin

Von der ausgebildeten Journalistin über die geprüfte Präventologin bis hin zur Coachin und Autorin lief aus heutiger Sicht alles geradezu zwangsläufig auf meine jetzige Tätigkeit hinaus. Wie ein roter Faden zog sich dabei das Thema Gesundheit sowohl beruflich als auch privat durch meinen Werdegang zum heutigen Status als Expertin für Rauchentwöhnung.

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Wider besseres Wissen 

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Warum Raucher oft nicht aufhören wollen, obwohl sie es besser wissen

Die meisten Raucher wissen sehr genau, dass Rauchen ungesund ist. Sie kennen die Risiken, haben Warnungen gehört, Berichte gesehen, vielleicht sogar im eigenen Umfeld erlebt, was Rauchen anrichten kann. Und trotzdem greifen sie weiter zur Zigarette. Nicht, weil sie unvernünftig wären oder weil ihnen ihre Gesundheit egal wäre. Und schon gar nicht, weil sie zu schwach wären.

Der eigentliche Grund liegt tiefer. Rauchen ist nicht nur ein Verhalten. Es ist für viele über Jahre zu einem festen inneren System geworden: Gewohnheit, Entlastungsritual, Denkfehler, Selbstbild und Abhängigkeit greifen ineinander. Genau deshalb reicht bloßes Wissen nicht aus.

Wissen verändert noch kein Verhalten

Das Wissen um die Schädlichkeit des Rauchens  ist bei den Rauchern also längst angekommen. Warum führt es dann selten dazu, dass jemand wirklich aufhört. Das liegt daran, dass Menschen nicht nur nach Vernunft handeln. Sie handeln auch nach Gewohnheit, nach inneren Verknüpfungen und nach dem, was sich im Alltag bewährt zu haben scheint. Die Zigarette wird dabei oft als Hilfe erlebt: als Pause, als Belohnung, als Trost oder als kleiner Halt in stressigen Momenten.
Genau da beginnt das Problem. Denn was als Hilfe empfunden wird, gibt man nicht freiwillig auf.

Infografik

Die Zigarette wird zur scheinbaren Lösung

Niemand fängt an zu rauchen mit dem Gedanken: Ich möchte abhängig werden. Die Zigarette kommt meistens anders ins Leben: über Neugier, Wunsch nach Gruppenzugehörigkeit, aus Trotz oder durch das Gefühl, dass sie gerade etwas erleichtert.

Mit der Zeit entsteht daraus mehr. Die Zigarette taucht bald nicht mehr nur in Pausen auf, sondern vor Telefonaten, nach Telefonaten, beim Warten, bei Frust, zur Belohnung oder einfach aus Routine. Das Gehirn verknüpft sie immer stärker mit bestimmten Situationen und Gefühlen.

Irgendwann wird sie dann als ein fest eingebauter Bestandteil des Alltags akzeptiert.

Warum Rauchstopp wie Verlust wirkt

Niemand fängt an zu rauchen mit dem Gedanken: Ich möchte abhängig werden. Die Zigarette kommt meistens anders ins Leben: über Neugier, Gruppenzugehörigkeit, Trotz oder das Gefühl, dass sie gerade etwas erleichtert.

Mit der Zeit entsteht daraus mehr. Die Zigarette taucht nicht nur in Pausen auf, sondern vor Telefonaten, nach Telefonaten, beim Warten, beim Frust, zur Belohnung oder einfach aus Routine. Das Gehirn verknüpft sie immer stärker mit bestimmten Situationen und Gefühlen.

Irgendwann wird sie dann als ein fest eingebauter Bestandteil des Alltags akzeptiert.

Es geht nicht um Nikotin, sondern um Bedeutung

Wenn Raucher sich gegen das Aufhören sträuben, verteidigen sie nicht wirklich die Zigarette. Sie verteidigen das, was sie ihnen zu geben scheint. Das macht das Ganze so hartnäckig.

Wer glaubt, ohne Zigarette nervöser, leerer, unruhiger oder weniger belastbar zu sein, erlebt den Rauchstopp selbstverständlich als Verlust.

Genau deshalb funktionieren Druck, moralische Appelle und Abschreckung sehr schlecht bis gar nicht. Sie erhöhen nur den Widerstand. Denn niemand verzichtet gern auf etwas, das innerlich noch einen Nutzen zu haben scheint.

„Ich will ja aufhören – aber nicht jetzt“

Piktogramm

Dieser Satz ist kein bloßes Wegducken. In ihm steckt ein echter innerer Konflikt. Ein Teil im Raucher möchte frei werden. Ein anderer hält noch an der alten Ordnung fest. Das ist ein ewiger Dialog im Innern: 

Die vernünftige Stimme sagt: Ich sollte aufhören.
Das konditionierte Gehirn ruft: Aber bitte noch nicht jetzt!

Im Spannungsfeld zwischen diesen beiden Stimmen verbringen Raucher oft viele Jahre. Das kostet Kraft. Und es erklärt, warum man jemanden sehr gut über die Gefahren informieren kann, ohne dass er dadurch jedoch ins Handeln kommt.

Es fehlt nicht an Stärke

Viele ziehen aus gescheiterten Aufhörversuchen den Schluss, sie seien einfach nicht diszipliniert genug. Doch meistens fehlt nicht die Stärke, sondern der richtige Blickwinkel.

Wer glaubt, auf etwas Wertvolles verzichten zu müssen, muss ständig kämpfen. Wer aber erkennt, dass die Zigarette nie die Lösung war, sondern Teil des Problems, erlebt etwas anderes. Dann geht es nicht mehr nur um Verzicht, sondern um Klärung. Das macht einen großen Unterschied.

Wissen reicht nicht – Verstehen verändert

Wissen sagt: Rauchen ist schädlich.
Verstehen sagt: Die Zigarette hilft mir nicht wirklich.

Wissen sagt: Ich sollte aufhören.
Verstehen sagt: Ich verliere nichts Wertvolles.

Wissen erzeugt oftmals Druck.
Verstehen schafft Erleichterung.

Deshalb beginnt ein guter Rauchstopp nicht mit noch mehr Warnungen, sondern mit einem neuen Verständnis der eigenen inneren Verknüpfungen.

Kopf-Herz

Fazit

Raucher weigern sich nicht aufzuhören, weil sie unwillig oder ignorant sind. Aber Wissen allein trifft eben nicht das eigentliche Problem. Der entscheidende Ansatzpunkt ist die Bedeutung, die die Zigarette im Alltag des Rauchers bekommen hat.

Solange sie als Hilfe erscheint, wirkt der Rauchstopp wie Verlust.
Erst wenn diese Vorstellung ins Wanken gerät, wird Freiheit denkbar.

Ein guter Ausstieg beginnt deshalb mit einer Veränderung der Perspektiven:  mit einem neuen Blick auf das, was Rauchen wirklich ist oder tut. Moralischer Druck oder Härte gegen sich selbst werden dabei völlig überflüssig.

Zum Weiterlesen

Wenn dich dieser Gedanke anspricht, lohnt sich der nächste Schritt: Dann sollten wir über einen der größten Irrtümer überhaupt sprechen — die Vorstellung, Rauchen würde entspannen.

Nächster Beitrag:
Die große Täuschung – warum die Zigarette nicht entspannt, sondern stresst

Passend zu diesem Thema

Wer den Rauchstopp nicht nur beschließen, sondern sinnvoll vorbereiten möchte, findet in meinem Buch „Bevor du aufhörst… 5 Dinge, die du vor dem Rauchstopp wissen (und tun) solltest“ eine fundierte Orientierung.


Und für die erste Zeit danach begleitet „Aufgehört – und jetzt?“ die körperliche und mentale Umstellung Schritt für Schritt.

Regina Hildebrandt

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Siegfried B.

Siegfried B.

Das hätte ich nicht für möglich gehalten, aber ich muß Ihnen sagen: Ich bin jetzt Nichtraucher! Und das bis heute – ohne Reue. Herzlichen Dank!

You changed my life for the better!

Siegfried B.

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Carsten P.

Ich wollte die letzten Zigaretten im Kamin verbrennen ……., gestern habe ich sie verschenkt, ohne noch eine davon geraucht zu haben. So weit war ich noch nie und das Beste ist: Kein Schmachter!

Carsten P.

Siegfried B.

Dirk S.

Besonders gut die Betreuung nach dem Seminar (…) sehr hilfreich.

Ich glaube oder besser ich bin davon überzeugt das es diesmal länger klappt und zwar für immer .-)).

Vielen Dank für ihren leidenschaftlichen Einsatz.

Dirk S.

Siegfried B.

Sonja H.

Das Seminar hat mir für die verschiedensten Situationen ganz neue Perspektiven geliefert.

Vielen Dank! … auch für das erste Support-Video. Dieses hat mir heute morgen durch die „erste Zigarette Situation“ geholfen 😉

Sonja H.